Castiadas DE
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Wenige Kilometer von Cagliari entfernt, ist der Ort Castiadas durch seine herrlichen Strände und ein üppiges grünes Hinterland charakterisiert, wodurch er den nahe gelegenen Costa Rei und Villasimius in nichts nachsteht. Obwohl erst 1985 unabhängig geworden, besitzt er alte Wurzeln. Die Funde belegen Zeugnisse menschlicher Präsenz seit dem Zeitalter der Nuragen, wie aus den komplexen Strukturen Nuraghe Sa Domu ‘e s’Orcu auf der Ebene Santa Giusta zu ersehen ist.
Heute zählt die ausmalerischen landwirtschaftlichen Siedlungen bestehende Gemeinde Castiadas 1300 Einwohner. Nach der Schließung der Haftanstalt 1952 wurden die Ländereien in Landgüter unterteilt, die im Laufe der Jahre in kleine bewohnte Siedlungen verwandelt wurden, die bis heute Treffpunkte der örtlichen Bevölkerung darstellen. Die geschlossene Haftanstalt kann besucht werden und ist Sitz des „Museo delle Vecchie Carceri“.
Das von einem dichten Wald bedeckte gebirgige Hinterland ist Heimat außergewöhnlicher Tiergattungen, wie dem sardischen Hirsch, und ein perfekter Ort für ausgedehnte Spaziergänge und Ausritte. Die langen weißen und unberührten Strände grenzen an klares türkisblaues Wasser.
Die Küste und die Strände
Die 13 Km Küste von Castiadas beginnen im Süden der Costa Rei mit dem einsamen Strand von Santa Giusta in der Ebene von Santa Giusta, der vor allem aufgrund des großen, das Meer überragenden schildkrötenförmigen Felsens namens „Scoglio di Peppino“ bekannt ist.
Entlang der Küste, an einem Ferienort vorbei, schützt der Hügel von Monte Turno die herrliche „Cala Sant'Elmo“, wo sich Klippen und kleine Sandstrände abwechseln und ein wahres Paradies mit türkisblauem und smaragdgrünem Wasser und einem mit Neptungräsern bedeckten Meeresboden darstellen.
Etwas weiter südlich liegt Cala Sìnzias, ein herrlicher Strand zu Füßen einer einsamen von Büschen bewachsenen Felsengruppe. Weiter Richtung Süden nach Villasimius, erreicht man die wunderschöne Cala Pira; ein Strand mit weißem Sand, glasklarem Wasser, an dem ein flaches Tal zum Meer hin ausläuft. Auf dem Vorgebirge dominiert der Turm von Cala Pira aus dem 18. Jahrhundert die Küste.
Archäologie, Flora und Fauna
Das historische und archäologische Erbe von Castiadas und den angrenzenden Gemeinden ist beträchtlich: von dem megalithischen Komplex aus 5000 v.Chr. von Cuili Piras mit 53 Menhiren bis zu den enormen Gräbern, den Nuraghen Sa Domu de s'Orcu nahe Santa Giusta und den Domus de Janas, unterirdischen Grabstätten aus dem Neolithikum.
Besondere Bedeutung besitzt auch der Pflanzenreichtum in dem enormen Regionalpark Sette Fratelli – Monte Genis, charakterisiert durch: Steineichen, duftenden Wacholder, Erdbeerbäume und Essenzen, wie Myrte, Rosmarin, Lavendel und Strohblume, Oleander, Erika und Alpenveilchen. Die reichhaltige wildlebende Fauna hat in diesen Orten ihr ideales Habitat gefunden.